Morgens auf dem Weg zur Arbeit ist es kühl, nachmittags scheint noch die Sonne. Genau in dieser Übergangszeit stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Wann sollte man auf Winterreifen wechseln?
Wer den Wechsel frühzeitig vorbereitet, kann den Zustand seiner Räder in Ruhe prüfen lassen und muss sich bei den ersten winterlichen Straßenverhältnissen nicht kurzfristig darum kümmern. Dabei hilft es, zwischen einer bekannten Faustregel und der gesetzlichen Vorgabe zu unterscheiden.
Gilt die Regel „von Oktober bis Ostern“?
Die Regel ist eine Orientierung für die Planung. Ein festes gesetzliches Datum für den Wechsel auf Winterreifen gibt es in Deutschland nicht. Auch eine bestimmte Außentemperatur löst für sich genommen keine Winterreifenpflicht aus.
Für Pkw gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte müssen alle Räder entsprechend ausgerüstet sein. Entscheidend ist also die Fahrbahn. Die Grundlage ist § 2 Absatz 3a StVO.
Wer früh morgens pendelt oder regelmäßig höher gelegene Strecken fährt, sollte diese Fahrten bei seiner Terminplanung berücksichtigen. Ein milder Nachmittag sagt wenig über die Bedingungen am nächsten Morgen aus.
Woran erkennt man geeignete Winterreifen?
Wichtig ist das Alpine-Symbol auf der Reifenflanke: ein Berg mit einer Schneeflocke. Eine reine M+S-Kennzeichnung reicht für die situative Winterreifenpflicht nicht mehr aus. Die entsprechende Übergangsregelung ist bereits 2024 ausgelaufen.
Auch Ganzjahresreifen benötigen für diesen Einsatz das Alpine-Symbol. Die Anforderungen an die Kennzeichnung stehen in § 36 StVZO. Schau deshalb auch bei einem älteren, noch gut aussehenden Radsatz auf die Reifenflanke.
Reicht das Profil noch für eine weitere Saison?
Gesetzlich sind bei Pkw mindestens 1,6 Millimeter Hauptprofil vorgeschrieben. Für Winterreifen empfiehlt der ADAC aus Sicherheitsgründen mindestens vier Millimeter. Empfehlung und gesetzliche Mindestgrenze sind also nicht dasselbe.
Neben der Profiltiefe gehören auch Risse, Beulen, ungleichmäßiger Abrieb und das Reifenalter zur Beurteilung. Ein Reifen wird nicht allein dadurch wintertauglich, dass noch ausreichend Profil sichtbar ist.
Was solltest du zum Radwechsel mitbringen?
- den vollständigen Winterradsatz, wenn er bei dir lagert
- den Schlüssel für vorhandene Felgenschlösser
- Hinweise auf Druckverlust, Vibrationen oder Warnmeldungen
- Angaben zu geplanten Fahrten in schneereiche Regionen
Beim Radwechsel werden komplette Räder getauscht. Müssen neue Reifen auf vorhandene Felgen montiert werden, ist eine Reifenmontage nötig. Wenn du uns bei der Anfrage kurz mitteilst, was benötigt wird, können wir den Termin passend vorbereiten.
Winterreifenservice bei GripX in Pettstadt
Wir prüfen deine Reifen und übernehmen den fachgerechten Saisonwechsel für Kunden aus Pettstadt, Hirschaid und der Region Bamberg. Auf Wunsch klären wir vorab, ob der vorhandene Radsatz noch geeignet ist.

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